ACHTUNG: Der Vortrag findet dieses Mal im Sängerheim im Herrenhof statt und ist nur über Treppenstufen erreichbar und nicht barrierefrei!
Rudolf, Spross einer nach der im schweizerischen Aargau gelegenen Habichtsburg/Habsburg benannten Grafengeschlechtes, war es bei seiner Geburt im Jahr 1218 nicht an der Wiege gesungen, dass er 1273 zum römisch-deutschen König gewählt werden würde. Mit seiner Königswahl endete das sogenannte Interregnum, die „Zwischenkönigszeit“, in der das römisch-deutsche Königtum stark geschwächt war. Rudolf startete eine Politik der Revindikation, um das vielfach verlorene Reichsgut wieder zurückzugewinnen. Mit dieser Politik war er in Schwaben, im Elsass und im Rheinland, zu dem auch das Gebiet der heutigen Pfalz gehörte, recht erfolgreich. Sein Sieg über den mächtigen König Ottokar II. von Böhmen in der Schlacht bei Dürnkrut 1278 legte das Fundament für die Herrschaft der Habsburger in Österreich und in der Steiermark sowie für ihren Aufstieg in die Riege der reichsfürstlichen Dynasten. Während Rudolfs Regierung avancierten die Reichsstädte zu einer Stütze der königlichen Herrschaftsausübung. Rudolf förderte und privilegierte die Städte in ganz erheblichem Maße und bezog sie systematisch in seine Reichspolitik mit ein. So wurden heute pfälzische Orte, wie z. B. Landau, Wolfstein, Neustadt, Germersheim und Kaiserslautern, von Rudolf von Habsburg in den Jahren von 1274 bis 1276 planvoll zu Reichsstädten erhoben. Ein Schwerpunkt des Vortrags wird das Nachzeichnen der „Städtepolitik“ des 1291 im Speyerer Dom bestatteten Rudolf von Habsburg und die damit einhergehende Verleihung der Stadtrechte an Neustadt im Jahr 1275 sein.
Ein Vortrag von Ulrich Burkhart.
